Chronik (Stand 2012)

Text zum Jubiläum "50 Jahre Hörlkofener Sportverein"

Der Fußballsport in Hörlkofen kann bereits auf eine lange Tradition zurück blicken. Schon im Jahre 1947 - so die Chronik – entstand ein Fußballclub. Gespielt wurde in Rotmann, aber auf Grund der Kriegswirren musste der Spielbetrieb wieder eingestellt werden.

 

Der Gedanke und das Bestreben, einen eigenen Sportverein zu gründen, ist in Hörlkofen nie aufgegeben worden. Es existierte weiterhin eine Fußballjugend in Hörlkofen, die aber lange Zeit ihren Spielbetrieb in Erding und Forstern abhalten musste. Am 16. Juni 1960 fassten Willi Großholz, Josef Söldenwagner, Adam Maul, Lorenz Eisenberger und Martin Bogenrieder den Beschluss und gründeten im Gasthaus Eisenberger den Hörlkofener Sportverein e.V..

 

Zum 1.Vorstand wurde Willi Großholz gewählt.

Die aus der Jugend resultierende, mittlerweile aber Alte Herrenmannschaft, spielte ihren Fußball in Wörth, bis im Jahre 1962 in Hörlkofen ein Fußballplatz errichtet wurde. Nach vielen Schwierigkeiten konnten endlich die Grundstücke von Zeno Hörmann und Kaspar Ismaier gepachtet werden. Zügig und mit großen Elan gestaltete man eine Wiese zu einem Sportplatz und baute einen Geräteschuppen. Ohne die großzügigen Spenden der Hörlkofener Einwohner wäre die Errichtung des Sportplatzes nicht möglich gewesen. Genau zu Pfingsten vor 40 Jahren konnte Herr Pfarrer Brunner die Anlage einweihen.

 

In der Jahreshauptversammlung am 10. November 1962 wählte man Lorenz Riepl zum Vorstand.

Mit zwei Seniorenmannschaften und einer Jugendmannschaft nahm man nun konstant am Spielbetrieb im Landkreis teil. Als Trainer fungierte Anton Rogg, während Franz Schuller die Jugendmannschaft betreute. Im Jahre 1967 gelang es unserer 1.Mannschaft, die Meisterschaft in der C- Klasse zu erringen. Ein weiterer Erfolg unserer Mannschaft war die Auszeichnung mit dem Fairness - Preis 1967. Im Jahr 1968 legte Lorenz Riepl, der den Verein mit viel Umsicht, präzise und sachorientiert führte, sein Amt nieder.

 

In der Jahreshauptversammlung bildete man mit Anton Rogg eine neue Vorstandschaft.

Der Wunsch, ein eigenes Sportgelände mit Vereinsheim zu haben, ist schon so alt wie der HSV selbst. Erst ein Flurbereinigungsverfahren ermöglichte einen Grundstückstausch mit Josef Mayr. Jetzt konnte die Gemeinde, an der Westgrenze von Hörlkofen , dem Sportverein eine Fläche für ihren lange gehegten Wunsch zur Verfügung stellen. Eine Idee für die Errichtung einer neuen Sportanlage mit Vereinsheim nahm 1972 konkretere Formen an. Nach mühevollen Vorbereitungen durch den Vorsitzenden Anton Rogg und Lorenz Riepl , konnte im Frühjahr 1975 mit den Arbeiten begonnen werden. Ein Bauausschuss mit Lorenz Riepl, Franz Einzinger, Anton Rogg, Anton Stangl sen., Wilhelm Junker und Helmut Plener wurde installiert. Das Richtfest fand bereits im Dezember 1976 statt. Auf der Sportanlage befinden sich 1 Fußballplatz, 1 Trainingsplatz, 3 Tennisplätze, 2 Stockbahnen und Parkplätze für ca. 130 PKW. Das Vereinsheim beinhaltet einen Restaurationsbetrieb mit einer Wohnung, einen Gymnastikraum, 4 Umkleideräume, 5 Sanitärräume und einen Erste - Hilfe - Raum.

 

Auf neuem Gelände stellten sich sofort die sportlichen Erfolge ein. Unserer 1.Fußballmannschaft gelang 1976 der Aufstieg in die B - Klasse. Die Spielstärke unserer Mannschaft verfestigte sich stetig, so dass am 03.07.1977 in Altenerding der Aufstieg in die A- Klasse vollzogen wurde. Im Jahre 1975 kreierte man eine Damenfußballmannschaft. Und auch die Schüler und Jugendmannschaften verzeichneten stolze Erfolge, sie wurden 1975 Kreismeister.

 

1975 wurde die Tennisabteilung mit Siegfried Schraitle als Leiter gegründet.

 

Mit Helmut Englhart als Abteilungsleiter wurden 1976 die Stockschützen ins Leben gerufen.

 

Am 31.03.1978 fügte Rita Lewandowski die Gymnastikdamen in den HSV als 3. Abteilung ein.

 

Peter Wein gründete 1982 die Schi - Abteilung, die, besonders bei den Jugendlichen, sehr beliebt ist. Der Verein hatte nun 436 Mitglieder und entwickelt sich immer weiter. Die besondere Situation der Hubertus - Schützen Hörlkofen gab Anlass zur Diskussion, diese räumlich im Gelände des Sportvereins einzubinden. Als die Modalitäten feststanden, ging man an die Erweiterung der Sportanlage. Für die Schützen schaffte man einen Schießstand mit Schützenstüberl im Kellerbereich, ins Erdgeschoss baute man die schon längst fälligen Geräteräume der Abteilungen Fußball und Tennis. Durch die Beherbergung der beiden größten Vereine im Ort, konnte jetzt schon von einem Sportzentrum auf dem Gelände des Hörlkofener Sportvereins gesprochen werden.

 

Nach fast 20 Jahren Vereinsführung gab Anton Rogg sein Amt 1986 an Anton Erl weiter.

Bei der Jahreshauptversammlung reformierte Erl die Satzung des Sportvereins. Der Verein gliederte sich nun in die Abteilungen Fußball, Tennis, Ski, Gymnastik und Stockschützen, die in ihren sportlichen Aktivitäten selbständig arbeiten. Der Tennisboom war Ausschlag gebend für die Erweiterung der Anlage. Jetzt mussten jedoch erneut Grundstücksverhandlungen mit benachbarten Landwirten geführt werden. Mit Georg Pfanzelt fand man den Partner, der gewillt war, langfristig ein Grundstück zur Pacht über die Gemeinde an den HSV abzutreten. Die Planungsarbeiten für die Erweiterung konnten beginnen. Es entstanden zwei weitere Tennisplätze und, entsprechend der Größe des Verkehrsaufkommens, ein großer Parkplatz. Mit dem Tennissport richtete sich im Hörlkofener Sportverein auch eine neue Vorstandschaft ein. Siegfried Schraitle übernahm 1988 die Vereinsführung.

 

Mit zunehmender Spielpraxis, aber auch mit Hilfe vieler neuer Mitglieder, erreichten unsere Damen - und Herrenmannschaften die Bezirksklassen der Tennisliga. Auch die Kinder- und Jugendarbeit weitete man mit ausgebildeten Trainern aus. Aus dem Tennissport kommend, initiierte Schraitle in Hörlkofen ein Internationales Tennisturnier. Dieses Turnier ist bis zum heutigen Zeitpunkt immer noch einmalig in unserem Landkreis.

Sehr arbeitsintensiv gestaltete sich die Bewirtung des Vereins in der langen Phase ohne Vereinswirt. Mit dem 30 - jährigen Gründungsfest 1992, dass ausgiebig gefeiert wurde, legte Siegfried Schraitle das Ehrenamt des Vorstandes nieder.

 

Der langjährige Konditionstrainer unserer beiden Seniorenmannschaften, Hans Thomann, nahm nun die Vereinsführung in die Hand.

 

Es wurde die Montage einer Solaranlage beschlossen. Aber nicht nur die sparsamere Warmwasser - Aufbereitung war ausschlaggebend für den nun auf über 700 Mitglieder angewachsenen Verein. Als Verein wollte man ein Zeichen für den sparsamen Umgang mit den Ressourcen setzen.

 

In der Jahreshauptversammlung 1994 kandidierte Martin Weber zur Wahl zum 1. Vorstand.

In diesem Jahr galt es Sanierungsarbeiten rund ums Vereinsheim einzuleiten. Die Wohnung für die Wirtsleute wurde um ein Kinderzimmer erweitert.

 

In Zürich wird Thomas Elsenberger Europameister im Stockschießen.

 

Ein Fest der Superlative, so die Vereinszeitung, war das 20jährige Gründungsfest der Tennisabteilung.

 

„Mit Power und Action zur Satisfaktion.“ Der bestehende Kader der Fußballer macht sich 1997 auf den Weg in die Aufstiegszone. 1998 konnte die Kreisklasse erspielt werden. Darauf folgten leider ein paar Jahre der Berg und Talfahrt ehe in der Saison 2012 wieder der Aufstieg in die A-Klasse gefeiert werden konnte.

 

Spannend bis zum letzten Schuss, dann musste sich der 23jährige Thomas Elsenberger mit der Deutschen Vizemeisterschaft zufrieden geben. Zwei Monate später feierte Thomas die WM- Silbermedaille.

 

Von der Wirbelsäulen-, Ausdauer-, Konditions- und Seniorengymnastik bis hin zum Kinder- und Mutter - Kindturnen ist alles im Angebot der 20 - jährigen Gymnastikabteilung. Durch die auffallend vielen Haltungsschäden bei Kindern, wird versucht ein mehr an Gymnastikstunden für Kinder anzubieten. Mit der bayerischen Sportjugend im BLSV fand man einen Sponsor, der eine Kooperation mit dem Kindergarten ermöglichte. Mit der Gründung einer Aerobicgruppe sowie einer Herrenwirbelsäulen- Gruppe und der Kindergartenarbeitsgemeinschaft, lies der Antrag auf Erweiterung des Gymnastikraumes nicht lange auf sich warten. Es wurde geplant, diskutiert und 2001 wieder geplant, bis im Oktober 2001 die erste Sportstunde im neu erstellten Gymnastikraum abgehalten werden konnte. Die Arbeitsgemeinschaft Orterer Schule Wörth gemeinsam mit dem Sportverein Hörlkofen, versucht den dezimierten Schulsportunterricht zu stärken. Mit überwiegend freizeitorientierten, gesundheitsbezogenen und variablen Breitensportangeboten versucht die AG vor allem leistungsschwache Schüler für den Sport zu gewinnen.

 

Die Skiabteilung feiert 2002 ihr 20 - jähriges Gründungsfest. Durch sehr gute Organisation und geprägt von Verantwortungsbewusstsein erfreut sich die Abteilung immer größerer Beliebtheit. Ihr Schwerpunkt und ihr Ehrgeiz liegt in der kontinuierlichen Durchführung von Skikursen. Mit wert- und zielbezogenem Einwirken auf unsere Kinder, erlernen diese spielerisch das Schifahren. Die jährliche Ausrichtung der Schi - Gemeindemeisterschaft gehört mittlerweile zum festen Bestandteil der Abteilung. Sehr bedeutende und schöne Siege feierte die Abteilung mit ihren Fahrern für die Kreismeisterschaft.

 

Bei der Jahreshauptversammlung 2003 zählt der Verein 856 Mitglieder. Davon gehören zur Gymnastik 366, Ski 315, Tennis 197, Fußball 188 und den Stockschützen 46 Mitglieder. Erstaunlich ist die weibliche Mitgliederzunahme sowie die der Kinder – sie beträgt 40% der Vereinsmitglieder. Es gibt 10 lizenzierte Übungsleiter und 30 ohne Lizenz. Die gemeinsame Jugendarbeit der Fußballer mit dem SV Wörth leitet der Hauptjugendleiter des SV Hörlkofen, Wolfgang Well, ausgezeichnet.

 

Der Hörlkofener SV hat sich durch tatkräftige Mitglieder und entschlossene Vorstandschaften in den letzten vierzig Jahren stetig in den Mitgliederzahlen vermehrt und an Beliebtheit zugenommen. Das dies auch in Zukunft so bleiben möge, wünschen wir uns und werden unser Bestes dazu beitragen.

 

Zum 01.01.2012 waren 901 Mitglieder im Hörlkofener SV aktiv.